• Fabio Frischauf

2 Gründe, wieso deine Facebook Werbekampagnen nicht ausgeliefert werden

Wenn du bereits eine Facebook Werbekampagne von Grund auf geplant und erstellt hast, dann wirst du wissen, wie viel Aufwand dieser Prozess abverlangt.

Nachdem du wochenlang an einer geeigneten Werbestrategie gefeilt, eine ausführliche Zielgruppenanalyse durchgeführt und an deiner Anzeige gebastelt hast, ist es endlich soweit und du kannst deine Kampagne veröffentlichen.


Sobald die Benachrichtigung von Facebook kommt, dass deine Werbeanzeige bestätigt wurde, sollten die ersten Ergebnisse eigentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.


Doch als du am nächsten Tag deinen Werbeanzeigenmanager öffnest, bemerkst du, dass weder Budget ausgegeben wurde noch Impressionen erreicht wurden.


Deine mühevoll kreierte Werbekampagne steht zwar auf „aktiv“, zeigt jedoch bei allen Kennzahlen Null an und hat damit keine einzige Person erreicht.


Dieser mehr als nervige Vorfall der Nichtauslieferung kann gleich mehrere, dennoch manchmal unscheinbare Gründe haben.


In diesem Artikel möchte ich dir zwei häufige Gründe aufzeigen, die deine Facebook oder Instagram Werbekampagnen an der Auslieferung hindern können. Zusätzlich gibt es natürlich auch einige Lösungsvorschläge, damit deine Kampagnen trotzdem dazu in der Lage sind Ergebnisse einzufahren. ;-)




#1 Deine Zielgruppenüberschneidung ist zu groß


Oftmals wirst du Werbekampagnen schalten, die mehrere Anzeigengruppen enthalten und unterschiedlich definierte Zielgruppen mit einer Anzeige ansprechen. Während diese Vorgehensweise natürlich nicht falsch ist, liegt die mögliche Fehlerquelle hier bei den einzelnen Zielgruppen.


Denn selbst, wenn du jede Zielgruppe mit unterschiedlichen Merkmalen erstellt hast, muss das nicht unbedingt heißen, dass diese in Wirklichkeit auch komplett unterschiedlich sind.


So kann es passieren, wenn du beispielsweise eine Zielgruppe über Interessen-Keywords und zusätzlich eine Custom Audience aus deinen Website-Besuchern erstellst, dass sich darunter einige Personen befinden, die in beiden Zielgruppen vertreten sind.


Wieso das ein Problem darstellt?


Die Werbeplattform von Facebook funktioniert nach einem Auktionsprinzip. Das bedeutet, dass deine Werbekampagne mit vielen anderen Kampagnen um eine der begrenzten Platzierungsmöglichkeiten im Facebook-Universum konkurriert.


Dennoch stehst du natürlich nicht mit ALLEN Werbetreibenden im Wettbewerb, sondern nur mit denen, die die gleichen Personen ansprechen möchten.

Denn einer einzelnen Person kann nur eine bestimmte Anzahl an Werbeanzeigen innerhalb eines bestimmten Zeitfensters ausgestrahlt werden.


Daher entscheidet Facebook unter anderem anhand von Faktoren wie Höhe des abgegebenen Gebots, Qualität und Relevanz deiner Werbeanzeige, ob du eine Auktion gewinnst oder eben ein anderer Werbetreibender bevorzugt wird.


Da der Facebook-Algorithmus vermeiden möchte, dass deine Werbekampagnen in ein und der selben Auktion teilnehmen und du praktisch gegen dich selbst bietest, kann es bei der Verwendung von mehreren sich überschneidenden Zielgruppen dazu kommen, dass deine Kampagne einfach nicht ausgeliefert wird.


Bei geringen Überschneidungen ist dies meist kein Problem, da von einer gesamten Zielgruppe sowieso nur ein Untersegment angesprochen wird. Umso größer jedoch der Anteil, der sich überlappenden Zielgruppen ist, desto höher ist das Risiko, dass deine Werbekampagne nicht ausgestrahlt wird.


Zusätzlich besteht bei einer zu großen Zielgruppenüberschneidung die Gefahr, dass gewisse Personen deine Werbeanzeige zu oft zu sehen bekommen und sich im schlimmsten Fall davon genervt fühlen.


Wie kannst du eine zu große Zielgruppenüberschneidung vermeiden?


Dafür hat uns Facebook ein kleines Tool im Werbeanzeigenmanager bereitgestellt, dass dir die Schnittmenge deiner einzelnen Zielgruppen anzeigt.




Das Tool findest du, wenn du den Menüpunkt des Business Managers „Zielgruppen“ öffnest und dort dann mindestens zwei deiner erstellten Zielgruppen auswählst.

Anschließend erscheinen drei Punkte, worunter du das Tool auswählen und dir die Zielgruppenüberschneidung dieser beiden Zielgruppen anzeigen lassen kannst.




Im folgenden Beispiel habe ich zwei Zielgruppen gewählt, die sich lediglich im ausgewählten Interesse unterscheiden und ansonsten identisch sind. Zielgruppe 1 besitzt das Interesse Digital Marketing und Zielgruppe 2 das Interesse Marketing.




Das Zielgruppenüberschneidungs-Tool zeigt dir nun genau an, um welchen Anteil sich die ausgewählten Zielgruppen überschneiden.


Wenn sich deine Zielgruppen wie in diesem Beispiel zu einem Großteil überschneiden, solltest du dir überlegen, ob es nicht besser wäre beide Zielgruppen zu kombinieren oder gegenseitig auszuschließen.



#2 Fehlende Daten zur Optimierung deines Kampagnenziels


Mit der Auswahl eines Kampagnenziels und bestimmten Optimierungsoptionen teilst du Facebook mit, für welches Ergebnis deine Werbekampagne optimiert werden soll. Damit spricht der Algorithmus das Untersegment deiner definierten Zielgruppe an, welches solch eine Handlung für gewöhnlich ausführt.


Wenn du beispielsweise eine Kampagne mit dem Ziel „Interkationen“ schaltest, dann wird sie vor allem an Personen ausgestrahlt, die häufiger mit ähnlichen Beiträgen interagieren.


Für Ziele in der Kategorie „Conversion“ benötigt Facebook jedoch mehr Daten, um deine Werbekampagne entsprechend zu optimieren. Denn zum einen musst du für Facebook definieren, was eine Conversion für dich bedeutet (Kauf, Registrierung, In den Einkaufswagen, etc.) und zum anderen müssen genug Pixel-Daten für dieses Ereignis zur Verfügung stehen.


Laut Facebook, werden mindestens 50 solcher Conversion-Events benötigt, damit deine Werbekampagne für dein gewünschtes Ergebnis optimiert werden kann.


Wenn dein Pixel bisher, jedoch nicht genügend dieser Daten verzeichnen konnte und du trotzdem eine Kampagne für ein wertvolles Conversion-Event wie „Kauf“ schaltest, kann es vorkommen, dass dies zu einer Nichtauslieferung führt, da Facebook dann nicht weiß, welchen Personen deine Werbeanzeige angezeigt werden soll.




In diesem Fall hast du 2 Möglichkeiten, deine Werbekampagne trotzdem zum Laufen zu bringen:


Entweder ist dein Conversion-Ziel für die verfügbaren Mengen an Pixel-Daten zu hochgegriffen. Das bedeutet, dass das Event „Kauf“ noch zu selten eintritt und der Pixel damit bisher nur wenige dieser Käufe tracken konnte.


Dann ist es sinnvoller ein weniger wertvolles Event als Conversion-Ziel auszuwählen, das bereits häufiger eingetreten ist, wie beispielsweise „Kaufvorgang starten“ oder „In den Einkaufswagen“.


Sollten dir auch die Daten für weniger wertvolle Conversion-Events fehlen, solltest du als erstes eine Traffic-Kampagne mit Optimierung auf „Link-Klicks“ oder „Landingpage-Aufrufe“ schalten, um damit ausreichend Daten zu sammeln.


Bei beiden Varianten wird der Facebook-Pixel dann natürlich trotzdem eventuelle Conversions oder Käufe tracken und diese Daten schließlich für die Optimierung zukünftiger Conversion-Kampagnen verwenden können.



Last Word


Neben diesen beiden Gründen kann es natürlich noch weitere Ursachen geben, wieso deine Werbekampagne nicht ausgeliefert wird.


Manchmal können diese sogar nur etwas ganz simples, wie eine fehlgeschlagene Abrechnung oder das Erreichen deines gesetzten Ausgabenlimits im Facebook Werbeanzeigenmanager, sein.


Hast du bereits mit der Nichtauslieferung deiner Facebook oder Instagram Werbekampagnen zu kämpfen gehabt? Was war bei dir die Ursache?


Let me know.


- Fabio



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